Akupunktur für Pferde und Hunde
Sanfte Impulse für mehr Beweglichkeit, Wohlbefinden und Regeneration
Akupunktur ist eine bewährte, sanfte Therapiemethode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Richtig angewendet, kann sie bei Pferden und Hunden Schmerzen lindern, die Beweglichkeit verbessern und Selbstheilungskräfte aktivieren – alleine oder begleitend zu schulmedizinischen Maßnahmen.
Was ist Akupunktur und wie wirkt sie bei Tieren?
Bei der Akupunktur werden sehr feine Nadeln an ausgewählten Punkten der Körperoberfläche gesetzt. Diese Punkte liegen auf sogenannten Meridianen, Leitbahnen für Lebensenergie („Qi“). Über nervale, humorale und fasziale Mechanismen werden Schmerzhemmung, Durchblutung und Stoffwechsel positiv beeinflusst. Ziel ist es, funktionelle Ungleichgewichte auszugleichen und das Tier wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen.
Wichtig: Akupunktur ersetzt keine tierärztliche Diagnostik. Bei akuten, unklaren oder schweren Symptomen gehört Dein Tier zuerst in tierärztliche Behandlung. Akupunktur kann diese sinnvoll ergänzen.
Typische Einsatzgebiete beim Pferd
- Muskuläre Verspannungen (Rücken, Kruppen- und Halsmuskulatur)
- Rittigkeitsprobleme, Taktfehler, Steifigkeit
- Gelenk- und Sehnenbeschwerden (z. B. Arthrose begleitend)
- Sattel- oder Trageerschöpfung, myofasziale Triggerpunkte
- Stress, Unruhe, Regeneration nach Training oder Turnier
- Verdauungsthemen (Kolikneigung begleitend, Appetit, „Heustaub-Kopfschütteln“ u. ä.)
Typische Einsatzgebiete beim Hund
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Rücken- und Hüftbeschwerden, Spondylose/Arthrose (begleitend)
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Lahmheiten und Leistungsabfall
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Post-OP-Rehabilitation und ältere Hunde (Senioren-Fitness)
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Magen-Darm-Empfindlichkeit, Stress, Unruhe, Schlafqualität
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Allgemeine Vitalität und Unterstützung des Immunsystems
So läuft eine Akupunktur-Sitzung bei PraxisPur ab
- Anamnese & Befund: Wir sprechen über Vorgeschichte, Haltung, Training/Alltag und betrachten Gangbild, Muskulatur, Beweglichkeit.
- Punktwahl: Auf Basis der Befunde wählen wir passende Akupunkturpunkte und ggf. Triggerpunkte.
- Feinste Nadeln: Die meisten Tiere tolerieren die Nadeln sehr gut; viele entspannen sichtbar.
- Dauer: 20–30 Minuten reine Nadelzeit, der Termin insgesamt ca. 45–60 Minuten.
- Nachsorge: Kurzzeitige Müdigkeit ist normal. Leichte Bewegung, Wasser und Ruhe unterstützen die Wirkung.
Häufigkeit: Zu Beginn 1×/Woche für 2–4 Wochen; danach je nach Verlauf verlängerte Abstände oder Erhaltungstermine (z. B. alle 4–8 Wochen).
Vorteile der Akupunktur
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Sanft & gut verträglich – auch für Senioren und sensible Tiere
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Schmerzlindernd & entspannend (myofasziale Entlastung)
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Kombinierbar mit Physiotherapie, Osteopathie, Tierarzttherapien
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Ganzheitlicher Ansatz: Blick auf Muskulatur, Stoffwechsel, Stress & Umgebung
Grenzen & Sicherheit
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Keine „Sofort-Heilung“ bei strukturellen Schäden
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Kontraindikationen: z. B. Fieber, einige Hautinfektionen, unsichere Diagnosen → vorher Tierarzt
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Nebenwirkungen sind selten: gelegentlich Schläfrigkeit, minimale Hämatome
Häufige Fragen (FAQ)
Tut Akupunktur weh?
Die Nadeln sind sehr fein. Die meisten Tiere entspannen; manche reagieren kurz sensibel beim Setzen einzelner Punkte.
Wie schnell wirkt Akupunktur?
Häufig spürbar nach der ersten bis dritten Sitzung. Chronische Themen brauchen meist mehrere Termine.
Kann man Akupunktur mit Tierarzt-Medikamenten kombinieren?
Ja – oft ist die Kombination sinnvoll. Wir stimmen den Plan gern mit Deiner Tierarztpraxis ab.
Hilft Akupunktur auch präventiv?
Ja. Erhaltungstermine können Muskulatur, Beweglichkeit und Stressmanagement unterstützen – besonders bei Sportpferden und Senioren-Hunden.
Was kostet eine Sitzung?
Die Kosten variieren je nach Befund und Aufwand. Frage uns einfach für ein individuelles Angebot.
Kurzer Haftungshinweis
Die Inhalte dieses Beitrags dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Bei akuten Beschwerden suche bitte umgehend eine Tierarztpraxis auf.

